Wallensteen vör Stralsund 1628.

Wallensteen vör Stralsund 1628. (Otto Vogel, Pommernspeegel S. 108)

Herr Wallensteen, de Krabaten
Eer üpperst Kummandür,
De hadd anrichten laten
För sick un sin' Off'zier.

Up een' Sit war uptagen
De Wand von't linnen Telt,
Dat man in widen Bagen
Keek in dat frie Feld.

Vör sach man de Kanonen
Un Hakenbüssen stan
Un up de Schanzenkronen
De kaiserliche Fan.

Von Stralsund steegen achter
De Törme äwern Brink,
De See läd tensit sachter
Um Alls 'n blagen Krink.

Das was een lustig Äten,
De Spisen fin und rik,
Dat Trummeln un das Scheeten
Dat gaff de Dischmusik.

Se larmten un se juchten,
De Win flot dörch de Käl,
Se streeden un se fluchten
Bi Wedd un Wörfelspäl.

Her Wallensteen sats ümmer
Geruhig up den Stol,
As quakten üm em rümmer
Man Poggen in den Pol.

Von Tid to Tiden äwern
Bört' sick sin' Bost so deep:
Schul 'he na Stralsund räwer,
De Fust he heemlicj kneep.

De Lipp sin' Tänen gnagen,
Dat't pure Blod rutsprung;
Still wurd't, Keen trugt' sick fragen,
Bet he von sülwst anfung:

" Noch ümmer heff ick slagen
Den Fiend, wur ick em tröf,
In jede Stadt bün 'ck tagen,
Beed nich irst üm Verlös.

" So dick was keene Mur nich,
Ick makt' een Lock dorin,
So fast was mi keen Dur nich,
Dat ick den Weg nich fünn.

" Ganz Dütschland heff ick unner,
Nicks kann mi wedderstan,
Un hier vör de Stralsunner
Süll ick torü nu gan?

" Diss' dickköppt' Ellenriders
Will kloppen ick de Nat,
Diss' Schoster, disse Sniders
Will nemen ick dat Mat!

" Keen Steen blifft uo den annern,
De Hüser brenn ick af,
Wat äwrig blifft, kann wannern
Ut't Dur an'n Beddelstaff.

" Un hüng mit isern Käden
An'n Häwen dor dat Nest,
Ick gew mi nich tofräden,
Bet es is Stralsund west.

" So wor as ut den Bäker
Ick drink jißt dissen Win,
So wor, bi Gott, so säker
Am En'n ward Stralsund min."

Ansetten will he eben,
Dor knallt dat kort un knas -
Huit! pippt dat dicht bineben,
In Schörwen liggt dat Glas.

De Stadtmur dor entlanken
Truck sick een dünner Rok -
Herr Wallensteen wurd wanken,
Stur keek he as nicj klok.

He set't sick sacht gendalen,
So bäwern em de Been',
Un "'t sall nich sin" verstalen
Het tuschelt männigeen.

Na een por korten Dagen
Do was de Strit vörbi,
De Fiend hadd sick vertagen,
De Stadt was wedder fri.

Hü scheeten de Stalsunner
All Jor den Vagel afWur don, as dörch een Wunner,
Een Schuß en Fräden gaff.

Über Arne Uplegger

Arne Uplegger ist norddeutscher Europäer, Platt-Schnacker und weiß seit 1998 wie man einen Computer einschaltet. Nebenbei spielt er leidenschaftlich unmusikalisch die Triola, beschäftigt sich mit Klemmbausteinen oder experimentiert mit Webtechnologien und Grafiken. Auf Twitter ist er als @upputter unterwegs.